Tischtennisplatte selber bauen – DIY-Anleitung

Tischtennisplatten können teuer sein, und für manche Leute ist es unmöglich, eine zu kaufen. Für andere ist das Tischtennisspielen nur die Hälfte des Spaßes und der Weg zum Bau eines eigenen Tisches von Grund auf ist es, was wirklich Spaß macht.

In diesem Beitrag zeigen wir dir, was du benötigst, um deine eigene Tischtennisplatte zu bauen! Zudem geben wir dir eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Was benötigst du?

Für den Bau deiner eigenen Tischtennisplatte benötigst du verschiedene Dinge. Die genauen Werkzeuge und Materialien, die du brauchst, hängen davon ab, wie kompetent und ehrgeizig du bist. Außerdem hängt es davon ab, nach welchen Plänen du vorgehst.

Es gibt jedoch ein paar allgemeine Komponenten, die du fast immer benötigst und die wir im Folgenden beschreiben.

Holzteile für die Tischplatte

Der wichtigste Teil eines Tischtennistisches ist die Tischplatte. Diese wird in der Regel aus Holz hergestellt, also brauchst du ein oder zwei große Holzstücke, die du auf die Maße einer Tischtennisplatte zuschneiden kannst.

Um dir eine ungefähre Vorstellung zu geben, ist eine offizielle Tischtennisplatte 2,74 m lang und 1,525 m breit. Die Tischplatte muss dabei 76 cm über dem Boden sein. Wenn du eine Tischtennisplatte bauen willst, um wirklich ernsthaft mit ihr zu trainieren, empfehlen wir dir, dich an diese Maße zu halten. Natürlich gibt es aber auch kleinere Tische, sogenannte Mini- oder Midi-Tischtennisplatten. Diese sind nicht nur bei Kindern sehr beliebt, sondern sind auch ideal dafür geeignet, wenn man wenig Platz hat, aber trotzdem Tischtennis spielen möchte.

Tischbeine oder ein stabiler Sockel

Deine Tischtennisplatte benötigt nicht unbedingt Tischbeine. Es genügt auch, wenn du etwas hast, auf das du die Tischplatte stellen kannst. Hierzu kann auch ein Esstisch dienen. Du kannst aber auch Stühle oder Picknicktische als provisorische Beine verwenden.

Werkzeuge

Du brauchst einige grundlegende Werkzeuge, um alle Teile zu schneiden, zu schrauben und zu bohren, um deinen neuen Tisch zu bauen. Du brauchst mindestens:

  • eine Säge
  • eine Bohrmaschine
  • einige Muttern, Bolzen und Schrauben

Farbe

Ähnlich wie bei den Tischbeinen ist das Streichen deiner Tischtennisplatte optional. Du kannst natürlich jede beliebige Farbe verwenden, aber die meisten Tischtennisplatten sind entweder dunkelblau oder dunkelgrün. Wir empfehlen dir auch, eine dunklere Farbe zu wählen, da Tischtennisbälle normalerweise weiß oder orange sind und der Ball bei dunkleren Tischplatten besser zu sehen ist. Offizielle Tischtennisplatten sind zudem an den Rändern und in der Mitte durch weiße Linien gekennzeichnet.

Tischtennisplatte selber bauen: Schritt-für-Schritt Anleitung

Da du nun weißt, welche Materialien du benötigst, stellen wir dir im Folgenden die einzelnen Schritte vor, um deine eigene Tischtennisplatte herzustellen!

1. Tischplatte herstellen

Beginne damit, eine Tischplatte herzustellen, indem du ein großes Stück Holz so zuschneidest, dass sich die Maße einer Tischtennisplatte ergeben. Eine offizielle Tischtennisplatte ist 2,74 m lang und 1,525 m breit. Du kannst natürlich aber auch jede andere Größe herstellen. Auch bei der Dicke der Tischplatte hast du natürlich Entscheidungsspielraum. Prinzipiell gilt jedoch: Eine dickere Tischplatte ist nicht nur stabiler, sondern bietet im Regelfall auch eine bessere Spielqualität. Indoor-Tischtennisplatten sind in der Regel zwischen 12 mm und 25 mm dick. Ein Wert in der Mitte reicht vollkommen für eine selbstgebaute Platte.

2. Tischplatte lackieren

Als nächstes kannst du die Oberfläche der Tischplatte mit einer Farbe deiner Wahl lackieren. Hierbei empfehlen wir eine dunklere Farbe zu wählen, die sich von den hellen Tischtennisbällen abhebt. Grün und Blau sind die Standardfarben von Tischtennisplatten. Wenn die Farbe getrocknet ist, kannst du prüfen, ob die Bälle auch ein gutes Absprungverhalten auf der Platte haben. Hierzu kannst du ein Tischtennisball aus ca. 30 cm Höhe auf die Platte fallen lassen. Nach dem Kontakt mit der Platte muss der Ball ca. 23 cm weit hochspringen.

Anschließend kannst du auch noch mit weißer Farbe die vier Ränder der Tischplatte 2 cm dick anmalen. Da bei Doppelspielen der Ball beim Aufschlag diagonal geschlagen werden muss, kannst du auch noch die Mittellinie mit weißer Farbe markieren.

3. Tischbeine herstellen

Du benötigst nicht unbedingt Tischbeine. Aber wenn du die Tischplatte nicht irgendwo anders raufstellen kannst, solltest du dir welche herstellen. Besorge dir dazu ein Holz mit einer Dicke von mindestens zwei mal zwei Zentimetern. Aus diesem Holz kannst du vier Bretter so zuschneiden, dass sich Tischbeine ergeben. Da die Standardhöhe eines Tischtennistisches 76 cm beträgt, sollten die Beine 76 cm hoch sein, abzüglich der Dicke der Tischplatte. Wenn du eine kleinere Tischtennisplatte herstellen willst, können die Beine natürlich auch entsprechend kleiner sein. Befestige die Beine mit Schrauben an der Tischplatte.

4. Befestige das Tischtennisnetz

Natürlich könntest du auch das Tischtennisnetz selber herstellen. Das wäre aber ziemlich aufwendig und Tischtennisnetze gibt es bereits für wenig Geld zu kaufen. Das Netz musst du dann nur noch in der Mitte der Platte befestigen und schon kannst du losspielen!

FAQ: Häufig gestellte Fragen über Tischtennisplatten

Wie viel Platz benötigt man um die Tischtennisplatte herum?

Wenn du eine Tischtennisplatte selber baust, brauchst du nicht nur Platz, um sie irgendwo aufzustellen und zu lagern. Viele Leute vergessen, dass man beim Spielen um die Platte herum einiges an Platz benötigt. Mindestens sollte vor und hinter der Tischtennisplatte jeweils 2 m Platz vorhanden sein und seitlich neben der Platte jeweils 1,5 m. Wenn du nicht so viel Platz hast, kannst du dir natürlich auch eine kleinere Platte herstellen. Bei den Tischtennisplatten in Mini- oder Midi-Größe brauchst du insgesamt weniger Platz.

Wie teuer sind Tischtennisplatten?

Ein Argument, um Tischtennisplatten selber herzustellen, ist der Preis. Je nachdem, wie viele Materialien du schon besitzt und wie hochwertig deine Materialien sind, kannst du eine eigene Tischtennisplatte für sehr wenig Geld herstellen. Doch wie teuer sind Tischtennisplatten, wenn du sie kaufst?

Gute Indoor- und Outdoor-Platten sind ab einem Startpreis von 150 € erhältlich. Doch bei Tischtennistischen gilt meistens: Je höher die Qualität desto größer ist leider auch der Preis. Für 150 € kannst du keine Wunder erwarten, doch es gibt auch teure Tischtennisplatten, die ihrem Preis nicht gerecht werden. Eine Tischtennisplatte für professionelle Spieler oder für Amateurspieler im Verein, sollte in etwa 700 € kosten.

Gibt es auch Tischtennisplatten zum Auflegen zu kaufen?

Wenn du kein Geld oder Platz für ganze Tischtennisplatte hast, aber auch keinen Tischtennistisch selber bauen möchtest, gibt es eine weitere Variante: Du kannst eine Tischtennis-Tischauflage kaufen. Das ist quasi nur die Tischplatte eines Tischtennistisches. Diese kannst du überall wo du willst auflegen, beispielsweise auf deinem Esstisch oder auch auf einem Billardtisch. Der Vorteil einer solchen Tischplatte zum Auflegen ist die Vielseitigkeit und der leichte Transport. Häufig lässt sich die Auflage auch in der Mitte falten, wodurch sie bei Nichtgebrauch noch weniger Platz einnimmt. Die unserer Meinung nach beste faltbare Tischtennisplatten Auflage ist die hcl Tischplatte.

Wie schütze ich meine Tischtennisplatte?

Eine Tischtennisplatte kostet viel Geld bzw. Zeit, wenn du sie selber herstellst. Daher solletst du versuchen, sie möglichst lange in gutem Zustand zu halten. Wichtig ist daher, dass du sie nicht nur regelmäßig gründlich reinigst, sondern sie optimalerweise auch durch eine Tischtennisplatten Abdeckhülle schützt.

Fazit

Wenn du Tischtennis ernsthaft betreiben willst, empfehlen wir dir immer, eine Tischtennisplatte von einer renommierten Marke zu kaufen. Wir wissen aber auch, dass es Leute gibt, die Projekte gerne selbst in die Hand nehmen und einfach nur von Zeit zu Zeit einen Ball schlagen wollen.

In diesen Fällen kann der Bau einer eigenen Tischtennisplatte ein lustiges Wochenendprojekt sein, an dem man mit einem Freund arbeiten kann. Wie man so schön sagt: Manchmal ist der Weg das Ziel.

 

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