Tischtennis Psychologie

Tischtennis ist nicht nur ein physisches, sondern auch ein psychologisches Spiel.

Die meisten Spieler verlieren gegen sich selbst und nicht gegen ihren Gegner.

Vielleicht willst du ein besserer Spieler werden oder einen psychologischen Vorteil in deinem nächsten Tischtennisspiel erlangen. Dieser Leitfaden zur Tischtennis-Psychologie enthält Tipps und Ratschläge, um mental stärker zu werden und so erfolgreich zu sein.

Außerdem lernst du psychologische Techniken kennen, die von Tischtennisspielern am häufigsten eingesetzt werden, um Wettbewerbsvorteile gegenüber deinen Gegnern zu erzielen.

Was ist Psychologie im Tischtennis?

Um zu verstehen, wie wichtig Psychologie im Tischtennis ist, sollte man zunächst wissen, was „Psychologie“ überhaupt ist. Psychologie ist die wissenschaftliche Untersuchung der menschlichen Psyche und des Verhaltens bei einer bestimmten Handlung.

Tischtennispsychologie ist eine Form der Sportpsychologie. Sie beschäftigt sich mit der Art und Weise, wie wir über den Sport nachdenken, ihn analysieren und uns auf ihn vorbereiten.

Der Einsatz von Psychologie im Tischtennis hat 3 grundlegende Ziele:

  • Aufbau der mentalen Fähigkeiten, die für eine erfolgreiche Leistung entscheidend sind.
  • Abbau der psychologischen Barrieren, die mit negativen Ereignissen wie Verletzungen oder erfolglosen Leistungen verbunden sind.
  • Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens.

Bereiche der Tischtennis Psychologie

Es gibt drei Bereiche der Tischtennis Psychologie, die von Trainern und Sportpsychologen untersucht werden. Diese drei Bereiche der Psychologie im Tischtennis sind:

  1. Leistungsentwicklung: Bei der Leistungsentwicklung geht es darum, den Sportlern dabei zu helfen, die Fähigkeiten und Kompetenzen zu entwickeln, die sie benötigen, um unter Druck gute Leistungen zu erbringen.
  2. Persönlichkeitsentwicklung: Es ist allgemein anerkannt, dass die Persönlichkeit eines Spielers zu seinem Erfolg oder Misserfolg beiträgt. Daher ist es das Ziel, eine gesündere Persönlichkeit zu entwickeln.
  3. Psychische Gesundheit: Wer psychisch gesund ist, wird zwangsläufig bessere Leistungen erbringen. Deshalb besteht das Ziel darin, die psychische Gesundheit für bessere Leistungen zu fördern.

Bedeutung der Psychologie für die Leistung eines Tischtennisspielers

Eine Studie hat ergeben, dass Tischtennisspieler, die über bessere psychologische Strategien und Techniken verfügen, ihre mentalen und psychologischen Fähigkeiten besser regulieren können.

Spitzensportler nutzen individuelle psychologische Methoden und Techniken, um ihre Leistung zu verbessern oder ihre Tischtenniskarriere voranzutreiben.

Wissenschaftler haben festgestellt, dass über zwei Drittel des Tischtennisspiels auf dem mentalen Aspekt beruhen. Dabei wird der sensorische Teil des Gehirns und nicht die Muskeln eingesetzt.

Deshalb ist es wichtig, sich mit den mentalen Techniken und Strategien auseinanderzusetzen, die dir helfen können, deine Tischtennis Psychologie für bessere Leistungen zu entwickeln.

Psychologischen Fertigkeiten und Techniken im Tischtennis

Zu den psychologischen Techniken im Tischtennis gehören mentale Trainingsmethoden wie die folgenden:

  • Entwicklung einer positiven Einstellung
  • Erhöhung der Selbstmotivation
  • Herausfordernde, aber realistische Ziele setzen
  • Positive Selbstgespräche
  • Verbesserung der mentalen Vorstellungskraft
  • Aufrechterhaltung der Konzentration
  • Kontrolle über Emotionen
  • Mit Ängsten umgehen

Entwicklung einer positiven Einstellung

Wenn es eine Sache gibt, die Trainer bei ihren Spielern unbedingt sehen wollen, dann ist es eine gute Einstellung. Eine positive Einstellung ist mehr wert als technische Fähigkeiten, ein ausgeprägtes taktisches Denken und körperliche Fitness.

Es ist ein langer Weg nach oben, und wer nicht die nötige positive Einstellung mitbringt, wird wahrscheinlich irgendwo auf dem Weg dorthin fallen.

Spieler mit einer positiven Einstellung arbeiten hart, erscheinen immer zum Training, sind leicht zu trainieren (weil sie auf Ratschläge hören), sind bescheiden, geben nie auf und halten trotz aller Schwierigkeiten im Sport und im Leben durch.

Unsere Einstellung ist größtenteils Teil unseres Wesens. Menschen werden oft als Optimisten oder Pessimisten bezeichnet, als solche, die hart arbeiten, oder solche, die nachlassen, sogar als Gewinner oder Verlierer.

Wenn du dich jedoch ernsthaft verbessern willst, musst du dich zunächst mit deiner Einstellung auseinandersetzen und herausfinden, wie du noch positiver werden kannst. Du verbesserst dein Spiel, indem du deine mentale Einstellung verbessern, und nicht andersherum.

Eine positive Einstellung zum Tischtennis zu entwickeln und aufrechtzuerhalten bedeutet, nach Spitzenleistungen und ständiger Verbesserung zu streben, die Gelegenheit zu genießen, an Wettkämpfen teilzunehmen und seine Fähigkeiten zu testen, aus Erfolgen und Misserfolgen zu lernen, anderen Spielern, Trainern und Funktionären mit Respekt zu begegnen und ein gesundes Gleichgewicht zwischen Tischtennis und dem Rest des Lebens zu wahren.

Im Folgenden findest du einige Tipps, wie du eine positive Einstellung zum Tischtennis entwickeln und beibehalten kannst:

  • Übe, positiv zu denken: Eine positive mentale Einstellung bezieht sich auf eine positive Einstellung zu sich selbst, zu seinem Verhalten und zu seiner Zukunft. Wenn ein Sportler eine positive mentale Einstellung hat, glaubt er daran, dass selbst in Zeiten, in denen eine Niederlage droht, harte Arbeit schließlich zum Sieg führen kann. Diese Athleten akzeptieren sich selbst und ihre Fähigkeiten und bleiben zuversichtlich, weil sie immer noch daran glauben, dass sie im Leben und auf dem Spielfeld erfolgreich sein werden.
  • Schließe dich mit positiv eingestellten Menschen zusammen: Um eine positive Einstellung zu bewahren, musst du dich mit Menschen umgeben, die deine Ziele und Träume teilen. Suche dir einen oder mehrere Spieler, die du gerne hast, die ähnliche Ziele wie du haben und die es gewohnt sind, hart zu arbeiten, sich ständig zu verbessern und daran zu glauben, dass sie zukünftige Ziele erreichen können. Diese Leute werden dich in deinen Zielen herausfordern und unterstützen. Die Faulenzer, die Arroganten und diejenigen, die keine Ambitionen haben (oder die zwar Ambitionen haben, aber nicht daran glauben, dass sie sie erreichen können), werden dich nur nach unten ziehen. Außerdem solltest du dir einen Trainer suchen, der weiß, wie wichtig eine positive Einstellung ist und dir helfen kann, mental stärker zu werden und deine Ziele zu erreichen. Es ist auch wichtig, dass Freunde und Familie, die keine Tischtennisspieler sind, dich unterstützen und an deine Ziele glauben.
  • Konsumiere inspirierende Inhalte: Das Schauen von Videos von Spitzenspielern kann sehr inspirierend sein und dir helfen, eine positive Einstellung zu Entwickeln. Dabei kannst du viel lernen und einige Dinge auch versuchen, in deinem Spiel umzusetzen. Vielleicht willst du irgendwann so spektakuläre Schläge spielen können wie deine Idole?
  • Üben, spielen, lernen und wiederholen: Denke daran, dass das Ziel darin besteht, ständig zu lernen und sich zu verbessern. Das bedeutet, dass es egal ist, ob du gewinnst oder verlierst, das Wichtigste ist, dass du etwas aus der Erfahrung mitnimmst und es für die Zukunft nutzt. Wenn du anfängst zu gewinnen – werde nicht übermütig. Du solltest dich auf jeden Fall an deine Erfolge erinnern und sie nutzen, um dich positiv über deine Leistung zu freuen, aber konzentriere dich auf die Zukunft. Und wenn du verlierst, solltest du nicht den Mut verlieren. Wichtig ist, dass du aus deinen Niederlagen und Fehlern lernst und dich daran erinnerst, dass wir aus unseren Niederlagen oft viel mehr lernen als aus unseren Siegen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass du dir eine positive Einstellung schaffen kannst, indem du dich mit positiven, gleichgesinnten Menschen umgibst, dich mit spannenden Tischtennisinhalten inspirieren lässt und sich auf die Zukunft und deine stetige Verbesserung konzentrierst.

Erhöhung der Selbstmotivation

Eine kürzlich veröffentlichte Studie kommt zu dem Schluss, dass Selbstmotivation eine große Rolle bei der Verringerung von Leistungsangst und der Erzielung guter Ergebnisse im Tischtennis spielt.

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Motivation: extrinsische und intrinsische Motivation. Auch auf Tischtennisspieler kann man diese beiden Arten anwenden. Beide haben ihre Vor- und Nachteile.

Extrinsisch motivierte Tischtennisspieler werden durch materielle Belohnungen wie Titel oder Trophäen oder durch das Bedürfnis nach sozialer Anerkennung angetrieben.

Sportler mit einem hohen Maß an Eigenmotivation, auch intrinsische Motivation genannt, treiben dagegen Sport, weil sie ihn lieben! Die Leidenschaft für eine Sache ist der Schlüssel, wenn man sie lange genug ausüben will, um gut darin zu werden.

Tischtennisspieler mit einem hohen Maß an Eigenmotivation sind sich der Belohnungen bewusst, die durch Tischtennis erreicht werden können, sie haben den Antrieb, trotz Schwierigkeiten und schwieriger Phasen weiterzumachen, und sie haben eine angeborene Liebe für den Sport (Training, Wettkämpfe, Zuschauen) und tauchen in ihn ein.

Was motiviert mich, Tischtennis zu spielen?

Zunächst solltest du wissen, warum du Tischtennis spielst. Was genau motiviert dich? Ohne deine Hauptmotivation zu kennen, kannst du sie nicht fördern. Mögliche Gründe können sein:

Ich spiele Tischtennis, weil:

  • ich den Sport einfach liebe
  • es mir Spaß macht
  • es für mich eine körperliche Betätigung ist, bei der ich mich gut fühle
  • es mir Freude macht, mit Freunden und Kollegen gemeinsam zu spielen
  • ich Spaß an Wettkämpfen habe
  • ich das Gefühl mag, nach hartem Training ein Spiel zu gewinnen
  • ich gerne Pokale gewinne
  • ich der beste Spieler in meinem Verein werden will
  • ich Gold bei den Olympischen Spielen gewinnen will
  • es mich Selbstdisziplin lehrt
  • ich Geld verdienen will
  • ich mich schuldig fühlen würde, wenn ich aufhöre
  • meine Eltern es wollen
  • ich mich von anderen Leuten unter Druck gesetzt fühle, zu spielen
  • … mmh keine Ahnung eigentlich

Von Zeit zu Zeit ist es wichtig, sich selbst zu reflektieren. Es gibt so viele verschiedene Gründe, Tischtennis zu spielen, aber es ist wichtig, dass du dir darüber im Klaren bist, warum du spielst, und idealerweise sollte es ein Grund sein, der mit dir zu tun hat und nicht mit jemand anderem.

Es wird Zeiten in deiner Karriere geben, in denen du das Handtuch werfen willst, und in diesen Zeiten musst du dich an die Quelle deiner Motivation erinnern, um die Kraft aufzubringen, weiterzumachen.

Wie baut man Selbstmotivation auf und pflegt sie?

Meiner Erfahrung nach steigt und fällt die Motivation, und zwar aus den unterschiedlichsten Gründen. Deine Aufgabe als aufstrebender Spitzenspieler ist es, zu verstehen, warum deine Motivation auf dem aktuellen Niveau ist.

Manchmal hat man eine Zeit lang genug vom Tischtennis. Vielleicht brauchst du eine kurze Pause (etwa zwei Wochen sollten genügen), um dich auszuruhen, zu entspannen und andere Dinge zu erledigen. Nach dieser Zeit wirst du eventuell feststellen, dass du den Drang hast, wieder zu spielen und dass deine Motivation dafür viel stärker ist als zuvor.

Vielleicht reicht es schon aus, wenn du dir online ein wenig Tischtennis anschaust oder an einem bevorstehenden Turnier teilnimmst, um den Kontakt zum Sport wiederherzustellen und deine Motivation wiederzuerlangen.

Wenn unser Ziel darin besteht, ständig zu lernen und uns zu verbessern, dann kann uns die Motivation nicht genommen werden. Wenn unser Ehrgeiz nur darin besteht, einen bestimmten Spieler zu schlagen oder ein bestimmtes Turnier zu gewinnen, dann kann sowohl das Erreichen als auch das Scheitern unseres Ziels unsere Selbstmotivation verringern.

Hast du dagegen ein sehr langfristiges Ziel vor Augen, kann das ein unglaublich starker Motivator sein. Du wirst dich schneller verbessern und ein höheres Spielniveau als je zuvor erreichen, weil deine Motivation stärker ist als die anderer Spieler, die kein so klares Ziel vor Augen haben.

Setzen von herausfordernden, aber realistischen Zielen

In der Sportpsychologie hat sich gezeigt, dass das Setzen von Zielen das Engagement, die harte Arbeit und die Konzentration auf eine bestimmte Aufgabe erhöht. Ziele werden häufig in die Kategorien Prozess, Leistung und Ergebnis unterteilt.

  • Prozessziele: Prozessziele beziehen sich auf die korrekte Ausführung bestimmter Techniken oder Taktiken. Der Sportler hat die vollständige Kontrolle über sie.
  • Leistungsziel: Leistungsziele beziehen sich darauf, wie gut ein Sportler im Vergleich zu seinen eigenen früheren Leistungen abschneiden kann. Hierbei geht es aber nicht um Gewinnen oder Verlieren, sondern um das allgemeine Verbessern der Fähigkeiten.
  • Ergebnisziel: Ergebnisziele beziehen sich auf das Gewinnen von Wettkämpfen oder das Besiegen von Gegnern. Sie liegen außerhalb der Kontrolle des Sportlers.

Wie setzt du dir anspruchsvolle Ziele, die deine Leistung fördern, ohne dich zu sehr unter Druck zu setzen?

Die Zielsetzung im Tischtennis sollte Folgendes beinhalten: die Festlegung kurz-, mittel- und langfristiger Ziele, die Verwendung messbarer Kriterien zur Bewertung der Zielerreichung, die Erstellung detaillierter Pläne zur Erreichung der ausgewählten Ziele und ein hohes Engagement für die Ziele (alles tun, was nötig ist, um sie zu erreichen).

Ein wichtiger Grundsatz bei der Festlegung von Zielen ist, dass sie S.M.A.R.T. (spezifisch, messbar, akzeptiert, realistisch und terminiert) sein sollten.

  • Spezifisch: Du solltest detailliert wissen, was du dir als Ziel setzt.
  • Messbar: Du braucht eine Methode, um die Zielerreichung zu bestimmen.
  • Akzeptiert: Das Ziel muss von allen Beteiligten, Spieler und Trainer, gebilligt werden.
  • Realistisch: Das Ziel sollte herausfordernd, aber erreichbar sein.
  • Terminiert: Du weißt, bis wann du das Ziel erreichen willst.

Um sie nicht zu vergessen, solltest du deine Ziele aufschreiben.

Beispiele für kurzfristige Ziele sind:

  • Ein Prozessziel könnte darin bestehen, bei Ihrem nächsten Ligaspiel mit einem neutraleren Griff zu spielen.
  • Ein Leistungsziel könnte sein, im nächsten Ligaspiel 80 % der Vorhand-Topspin Eröffnungen auf den Tisch zu bringen.
  • Ein Ergebnisziel könnte sein, alle drei Einzelspiele im nächsten Ligaspiel zu gewinnen oder bei deinem nächsten Turnier das Achtelfinale zu erreichen.

Ein mittelfristiges Ergebnisziel darin bestehen, in der nächsten Saison für das regionale Team ausgewählt zu werden.

Ein langfristiges Ergebnisziel könnte sein, zu den 100 besten Spielern deines Landes, Bundeslandes, Bezirkes oder Altersklasse zu gehören.

Wie kann man langfristige Ziele erreichen?

Der Schlüssel zum Erreichen eines langfristigen Ziels liegt darin, es in viele kleinere, leichter zu erreichende Ziele aufzuteilen. Vielleicht solltest du beispielsweise mit Prozess- und Leistungszielen beginnen und an deiner Technik und Taktik arbeiten.

Für die nächsten fünf Jahre könntest du dir Ziele setzen, die sich an der Platzierung orientieren. Wenn du derzeit auf Platz 400 stehst, überlegen dir, was du tun musst, um in 12 Monaten auf Platz 300 zu kommen.

Schaue dir die aktuellen Spieler an der 300er-Marke an und überlege dir, in welchen Bereichen sie besser sind als du. Dann setze dir das Ziel, in 24 Monaten auf Platz 225, in 36 Monaten auf Platz 175, in 48 Monaten auf Platz 125 und in fünf Jahren auf Platz 100 zu sein.

Diese Ziele können bei Bedarf geändert werden, aber im Moment musst du dich nur darauf konzentrieren, wie du in den nächsten 12 Monaten zu den 300 besten Spielern gehören kannst. Und das klingt viel realistischer und machbar! Ich hoffe, das hat dich dazu inspiriert, dir große Ziele für dein Tischtennis zu setzen.

Meistens ist es aber gut, sich nicht zu sehr auf ein Ergebnisziel zu versteifen. Wenn du in der Lage bist, Leistungsziele statt Ergebnisziele im Auge zu behalten, wirst du manchmal bessere Ergebnisse erzielen, auch wenn du dies nicht bewusst beabsichtigst.

Zum Erreichen des Ziels ist auch eine positive Einstellung notwendig. Wichtig dafür ist, dass das Ziel auch wirklich erreichbar ist. Für manche Spieler bedeutet Erfolg, nationale Meisterschaften zu gewinnen, während für andere Erfolg bedeutet, ihre Leidenschaft für den Sport aufrechtzuerhalten.

Die Ziele, die du dir setzt, können (und sollten) sich zwar im Laufe der Zeit ändern, aber die richtige Einstellung kann dir helfen, dein Spiel zu verbessern, unabhängig von deinem Leistungsniveau.

Positive Selbstgespräche führen

Das positive Selbstgespräch ist eine Technik, die in der Sportpsychologie angewandt wird. Selbstgespräche sind der innere Dialog, den wir mit uns selbst führen. Es kann uns bei allen möglichen Dingen helfen, aber für Tischtennisspieler hat es einige wichtige Vorteile.

Eine Studie kommt zu dem Schluss, dass sich positive Selbstgespräche positiv auf die sportliche Leistung auswirken. Beim Tischtennis spricht der Spieler (meistens) nicht laut, aber in seinem Kopf findet ein ständiges Gespräch statt, das wir oft als „Selbstgespräch“ bezeichnen.

Ziel ist es, den ständigen Dialog, den du mit dir selbst führst, zu kontrollieren und ihn in positive Worte der Ermutigung umzuwandeln.

Das Hauptproblem bei Selbstgesprächen ist, dass die meisten von uns scheinbar von Natur aus mit negativen Selbstgesprächen beschäftigt sind. Wir sagen uns selbst, dass wir etwas nicht schaffen können. Wir sehen uns bessere Spieler an und denken: „Ich werde nie so gut sein wie sie“. Oder nach einem verlorenen Punkt sagen wir uns: „Man bin ich schlecht!“ Diese negative Tendenz zu beseitigen ist eine schwierige Angelegenheit!

Beim Tischtennis gehört zu den positiven Selbstgesprächen, dass man lernt, mit sich selbst wie ein Trainer oder enger Freund zu sprechen, dass man sich seiner natürlichen Gedankenmuster bewusst wird und sie kontrolliert, dass man in der Lage ist, sich vor oder während eines Spiels aufzupumpen oder abzukühlen, und dass man sich konzentriert, motiviert und siegesbereit hält.

Wie kann man positive Selbstgespräche führen?

Je besser du die Selbstgespräche beherrschst, desto mehr kannst du dich vor und während deiner Spiele „programmieren“. Ein Selbstgespräch ist eine Form der Kommunikation mit sich selbst, und wie jede andere Art der Kommunikation kann sie verbessert werden, indem man die richtigen Techniken lernt.

Im Folgenden findest du einige Methoden, mit denen du dir positive Selbstgespräche beim Tischtennis zur Gewohnheit machen kannst:

  • Wähle eine Phrase: Zunächst kannst du dir einen Satz zu wählen, den du immer wieder verwendest, um dich auf das Spiel vorzubereiten und dich gut zu fühlen. Es handelt sich dabei nicht um ein „Cho!“, das du nach einem großen Punktgewinn verwendest. Stattdessen solltest du dir eine kurze, einprägsame Phrase aussuchen, die du zwischen den Ballwechseln oder auch zu Beginn eines Spiels oder Satzes verwendet kannst. Du kannst einfache Sätze wie „Los geht’s!“, „Ich fühle mich stark!“ oder „Komm schon!“ sein. Suche dir einen aus und verwende ihn.
  • Verwende die Phrase in deinen Spielen: Da diese Worte ausgewählt wurden und nicht spontan sind, fühlst du dich vielleicht ein wenig albern, wenn du sie sagst. Übe den Satz in der Trainingshalle, während du Übungen und Trainingsspiele spielst. Mit der Zeit wirst du dich daran gewöhnen und dich wohl fühlen, wenn du ihn laut aussprichst.
  • Visualisiere die Phrase: Sobald du dich daran gewöhnt hast, den Satz zu sagen, assoziieren ihn mit einer bestimmten Leistung oder einem bestimmten Gefühl, etwas Positivem. Je öfter du das tun, desto mehr wird dein Gehirn dieses Gefühl mit den Worten verbinden. Wenn dein Satz zum Beispiel „Los geht’s!“ lautet, stelle sich einen Punkt vor, an dem du den Ball aufgenommen hast, selbstbewusst zum Tisch zurückgelaufen bist und den nächsten Punkt mit Leichtigkeit gewonnen hast. Jedes Mal, wenn du „Los geht’s!“ sagen, wird dein Gehirn dich zu diesem Moment zurückbringen.
  • Wiederholen die Phrase: Übe deine positiven Selbstgespräche immer wieder im Training und im Wettkampf. Je öfter du deine Sätze sagst und sie mit positiven Gefühlen verbindest, desto stärker wird die Verbindung sein. Eine andere Taktik, die ich gehört habe, ist, den Satz mit einem körperlichen Gefühl zu verbinden, z. B. Zeigefinger und Daumen fest zusammenzupressen. Dadurch kann die Verbindung zwischen Worten und Gefühlen (und damit auch Verhaltensweisen) noch stärker werden.
  • Erweitere deinen Wortschatz: Denke über bestimmte Situationen nach. Vielleicht brauchst du einen Satz, den du als Teil einer mentalen Aufwärmroutine, zu Beginn eines Spiels, wenn du etwas nervös bist, oder gegen Ende, wenn es eng wird oder der Spielstand 10:10 ist, verwenden kannst. Etwas wie „Ich bin stark unter Druck!“ kann sehr gut funktionieren. Um deinen inneren Worten eine Bedeutung zu geben, denke an die Momente in deinem Leben, in denen du dich sehr zuversichtlich gefühlt hast und trotz hohen Drucks den nächsten Punkt gewonnen hast.
  • Führe innere positive Gespräche: Du musst die Sätze nicht immer laut aussprechen. Es hat auch schon eine große Wirkung, wenn du sie dir gedanklich aufsagst.

Ich hoffe, das hat dir die Augen für die Macht der positiven Selbstgespräche geöffnet. Es gibt noch viele andere großartige Informationen zu diesem Thema, wenn du anfängst zu suchen und zu lesen.

Verbesserung der mentalen Vorstellungskraft

Sich etwas vorzustellen oder zu visualisieren ist ein wirkungsvolles Mittel zur Verbesserung der Leistung im Tischtennis. Viele von uns sind mit dem Begriff „Visualisierung“ vertraut, der sich auf die Vorstellungskraft bezieht.

Nahezu alle großen Athleten nutzen diese Methode, und Untersuchungen haben gezeigt, dass sie in Verbindung mit regelmäßigem Training die Leistung deutlich verbessert, im Gegensatz zum Training allein.

Mentale Bilder können im Tischtennis dazu verwendet werden, sich ein detailliertes und realistisches Bild von der eigenen Leistung zu machen, sich auf einen Wettkampf vorzubereiten und sich von Fehlern oder schlechten Schlägen zu erholen, indem man sich den richtigen Schlag vorstellt und sich selbst korrigiert.

Bevor du damit beginnst, dir mentale Bilder zu schaffen, solltest du über ein paar Dinge nachdenken:

  • Wirst du dich selbst so sehen, als würdest du gerade spielen, oder von einem externen Standpunkt aus? Beides kann erfolgreich eingesetzt werden, und normalerweise neigen Sportler eher zu dem einen als zu dem anderen.
  • Vergewissere dich, dass du die Kontrolle über deine Bildsprache hast. Lasse nicht zu, dass dein Unterbewusstsein Fehler oder schlechte Leistungen einfließen lässt. Viele Sportler haben damit Probleme und können sich nur vorstellen, wie sie schlecht spielen.
  • Wie kannst du andere Sinne in deiner Vorstellung nutzen? Kannst du dich an bestimmte Geräusche, Gefühle oder Gerüche in einer bestimmten Situation erinnern? Wenn nicht, fange an, mehr darauf zu achten!
  • Betrachtest du die Bilder in normaler Geschwindigkeit oder verlangsamst sie, um dich auf die Technik zu konzentrieren? Beides kann in verschiedenen Situationen gut funktionieren.

Wenn du noch nie mit mentalen Bildern gearbeitet haben, hoffe ich, dass diese Tipps dir den Einstieg erleichtern.

  • Nimm dir etwas Zeit: Versuche nicht, dies beim Training oder auf dem Weg zu einem Turnier zu machen. Suche dir ein Zeitfenster von einer Stunde aus und widme diese Zeit der mentalen Vorstellungskraft für dein Tischtennis. Du musst irgendwo sein, wo du allein bist und wo es ruhig ist.
  • Sieh dir selbst beim Spielen zu: Wenn du bereits Videos von früheren Auftritten hast, ist das großartig. Wenn nicht, lohnt es sich vielleicht, deine nächste Trainingseinheit oder dein nächstes Spiel zu filmen. Wenn du noch keine Erfahrung mit mentalen Bildern hast, kann es sehr hilfreich sein, dir ein Video von dir selbst beim Spielen anzusehen.
  • Fange vom Beginn an: Stelle dir nicht sofort vor, wie du in einem spannenden Endspiel spielst. Beginne stattdessen damit, in deine Trainingshalle zu gehen. Du sollten die Halle gut genug kennen, um sie sich genau vorstellen zu können. Stelle deine Tasche ab, ziehe dich um, setze dich an einen Tisch und beginne mit dem Spielen. Es ist viel einfacher, sich das vorzustellen, weil man es schon so oft gemacht hat.
  • Erweitere deinen Gedankenpalast: Du kannst dann anfangen, über bestimmte Techniken oder Übungen nachzudenken. Denke darüber nach, wie du sich fühlst, wie sich dein Körper bewegt, wohin der Ball fliegt. Du könntest mit einer regelmäßigen Bewegungsübung beginnen (etwas, das du sicher beherrschst) und versuchen, den Ball so lange wie möglich (in Gedanken) zu halten.
  • Visualisiere den Erfolg: Erst wenn du die Fähigkeit erlangt hast, dir das Training vollständig zu vergegenwärtigen, solltest du anfangen, an Wettkämpfe und Spiele zu denken, die du bestritten hast. Auch hier kann ein Video eine große Hilfe sein. Versuche, eine frühere gute Leistung in deinem Kopf durchzuspielen. Sieh dir sich das Video immer wieder an, bis du jeden Punkt, jeden Schlag und jedes Gefühl kennst. Dann kannst du anfangen, dir die Situationen selbst vorzustellen.

Mentale Vorstellungsbilder und Visualisierung klingen vielleicht ein bisschen gruselig und verrückt, aber die Forschung zeigt eindeutig, dass es funktioniert, und die Spitzenspieler wenden es definitiv an.

Es gibt ein gutes Tischtennis Buch zum Thema Visualisierung. Hier findest du noch viele weitere Tipps zum Training deiner mentalen Stärke!

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Verbesserung der Konzentration

Nur wenige Aktivitäten in unserem Leben sind körperlich so anspruchsvoll wie Tischtennis. Dabei liegt die Herausforderung aber vor allem auf der ständigen Aufrechterhaltung unseres Gleichgewichts, unseres Fokus und unserer Konzentration auf den nächsten Spielzug, den wir ausführen müssen.

Konzentration

Um eine gute Leistung zu erbringen, musst du in der Lage sein, deine Konzentration und deinen Fokus zu behalten. Bei einem mehrstündigen Wettkampf ist es nicht möglich, die Konzentration über den gesamten Zeitraum aufrechtzuerhalten. Stattdessen musst du gut darin werden, deine Konzentration bei Bedarf ein- und auszuschalten und dich nur auf die wesentlichen Dinge zu konzentrieren.

Wie kann man konzentriert bleiben und die Konzentration aufrechterhalten?

Die Aufrechterhaltung der Konzentration während eines Tischtennisspiels kann Folgendes beinhalten: die Auswahl der relevanten Dinge, auf die man sich konzentrieren muss, die Fähigkeit, Ablenkungen wie das Publikum oder die Bedingungen zu ignorieren, das Erlernen von Methoden, um die Konzentration schnell wiederzuerlangen, und das Bleiben in der Gegenwart, indem man frühere Punkte und/oder das zukünftige Endergebnis des Spiels ignoriert.

Hier sind einige Vorschläge, wie man die Konzentration aufrechterhalten kann, wenn man in einem Wettkampf spielt.

Konzentriere dich auf das Wesentliche: Bei einem Tischtennismatch ist es wichtig zu wissen, worauf man achten muss. Natürlich muss man den Ball sehen, aber es gibt noch viele andere wichtige Hinweise, auf die man achten muss. Wenn du dir diese wichtigen Hinweise merkst, kannst du deine Konzentration während eines langen Matches aufrechterhalten. Zum Beispiel:

  • Beobachte den Arm, das Handgelenk, den Schlägerwinkel und den Kontaktpunkt deines Gegners, wenn er aufschlägt. Das hilft dir, den Spin zu erkennen.
  • Achte auf die Körperhaltung und die Armbewegung Ihres Gegners, wenn er einen Schlag ausführt. Dies wird dir helfen, die Richtung des Balls zu beurteilen.
  • Versuche zu beobachten, wo der Gegner steht. Steht er weit weg von der Platte? Oder sehr weit links? Durch gute Platzierungen des Balles kannst du leicht Punkte erzielen.

Ignoriere Ablenkungen: Es ist wichtig, dass du dich auf deinen Gegner und den Ball konzentrierst. Lass dich nicht durch Ablenkungen von deinem Spiel abbringen. Finde zunächst heraus, was dich während des Trainings ablenkt. Wenn du dir Gedanken über das Publikum, den Boden, die Lichtverhältnisse, die Luftfeuchtigkeit, den Schiedsrichter oder dein Abendessen machst, dann konzentrierst du dich auf die falschen Dinge. Auch wenn du dich zu sehr auf dich selbst konzentrierst, bist du abgelenkt. Ja, es ist wichtig, dass du dein eigenes Spiel kennst und dich auch auf jeden einzelnen Schlag konzentrierst. Mit der Zeit sollte dein Spiel aber unbewusst und automatisch geschehen. Dein Gegner sollte deine volle Konzentration haben.

Konzentration zurückgewinnen: Es wird zweifellos Zeiten geben, in denen du merkst, dass du die Konzentration verloren hast. Um sie wiederzuerlangen, solltest du dich zunächst neu gruppieren. Man kann seine Konzentration stärken, indem man einige kurze Atemübungen macht. Konzentriere dich für einige Atemzüge nur auf deinen tiefen Atem, entspanne deinen Körper und richte deinen Fokus auf das Wesentliche. Blende alles Unwesentliche aus. Schaue dir den Tischtennisball in deiner Hand oder der deines Gegners genau an. Lass alle anderen Gedanken verfliegen. Auf diese Weise kannst du deine Konzentration wiederfinden und deine Aufmerksamkeit wieder auf die anstehende Aufgabe richten. Du kannst das auch mit positiven Selbstgesprächen verbinden.

Bleibe in der Gegenwart: Es ist toll, wenn du den ersten Punkt gewonnen hast, aber du musst auch die nächsten Punkte gewinnen. Wenn du gerade einen Punkt verloren hast, keine Sorge, in etwa fünf Sekunden hast du die Chance, den nächsten Punkt zu holen! Im Tischtennis musst du dich immer darauf konzentrieren, den Punkt zu gewinnen, der vor dir liegt. Die Spiele sind in Sätze unterteilt, und jeder Satz wird durch eine Reihe von Punkten ausgetragen. Man muss 11 Punkte gewinnen, um einen Satz zu gewinnen, und drei oder vier Sätze, um ein Match zu gewinnen. Alles beginnt mit einem Punkt. Konzentriere dich auf diesen einen Punkt, und alles andere sollte egal sein.

Steuerung der Emotionen

Emotionen

Emotionen sind ein wichtiger Bestandteil des Sports. Spieler, Trainer und Zuschauer zeigen im Laufe eines Spiels unterschiedliche Emotionen (meist abhängig vom aktuellen Spielstand). Als Spieler können Emotionen sowohl positiv als auch negativ sein. Als Spieler, der sich verbessern will, ist es sehr wichtig zu lernen, seine Emotionen zu seinem Vorteil zu steuern.

Jeder Mensch ist anders und auch Tischtennisspieler können in ganz unterschiedliche Kategorien eingeteilt werden.

Manche Spieler reagieren sofort mit Frustration oder Wut, wenn etwas passiert. Diese Spieler sind emotional leicht reizbar und neigen dazu, irgendwann zu explodieren und die Kontrolle zu verlieren. Indem sie ihren Frust freien Lauf lassen, können sie aber auch manchmal ihre Konzentration wiedererlangen.

Der Grübler ist eher verzweifelt als wütend und schmollt, wenn es schlecht läuft. Es geht ihnen gut, wenn sie gut spielen, aber sie geben wahrscheinlich auf, wenn sich die Dinge zum Schlechten wenden.

Manchen Spielern merkt man von außen lange Zeit gar keine Emotionen an. Bei ihnen bauen sich Frustration und Wut langsam innerlauf auf, bis etwas passiert, das sie explodieren lässt. Wenn sie einmal explodiert sind, können sie sich nur sehr schwer wieder beruhigen.

Einige Spieler sind emotional weitgehend unbeeinflusst und können Fehler und/oder Niederlagen leicht wegstecken. Sie reagieren im Allgemeinen positiv auf alle Situationen und halten daher ihre Leistung aufrecht. Im Vergleich zu den anderen Spielern kontrollieren sie ihre Emotionen und lassen sich nicht von den Emotionen kontrollieren.

Nun, ein erfolgreicher Tischtennisspieler wird erkennen, dass Emotionen wie Aufregung, Ärger, Frustration usw. zu unserem Sport gehören. Er wird lernen, wie er persönlich emotional auf bestimmte Situationen reagiert und wie er diese Emotionen am besten nutzen kann, um seine Leistung zu verbessern, anstatt sie zu beeinträchtigen.

Doch wie schaffst du es, im Tischtennis deine Emotionen zu kontrollieren?

Jeder Mensch ist anders. Manche sind von Natur aus emotionaler als andere. Unseren emotionalen Stil zu ändern, kann sehr schwer sein. Einige Dinge können dir jedoch helfen, deine Emotionen zu steuern:

  • Denke an Positives: An etwas Positives zu denken, ist immer besser als an etwas Negatives. Wenn du gerade einen Punkt verloren hast, denke nicht über den verlorenen Punkt nach. Freue dich stattdessen, dass du gleich die Chance haben wirst, den nächsten Ballwechsel für dich zu entscheiden.
  • Wachse im Bewusstsein: Dein Ärger und deine Frustration kommen wahrscheinlich aus deinem Inneren heraus, während du dir dessen kaum bewusst bist. Beginne, darauf zu achten, was du sagst und wie du dich während des Spiels verhältst.
  • Konzentriere dich auf den nächsten Punkt: Das habe ich jetzt schon häufiger wiederholt, aber es ist wahr und sehr wichtig. Der letzte Punkt ist vorbei, er kann nicht mehr geändert werden. Du kannst die Zeit nicht zurückdrehen. Werde nicht wütend oder schmolle. Das einzig Wichtige ist, den nächsten Punkt zu gewinnen.
  • Mache Yoga: Wenn du ein sehr emotionaler Spieler bist, der häufig seine Kontrolle verliert, kannst du lernen, deine Emotionen durch verschiedene Techniken unter Kontrolle zu bringen. Eine davon ist Yoga bzw. Meditation. Probiere es aus und du wirst merken, wie du nach einiger Zeit emotional gefasster wirst!

Mit Ängsten umgehen

Angst ist ein Teil des Lebens (und ein Teil des Sports). Früher oder später werden wir alle ein gewisses Maß an Angst vor etwas empfinden. Als Sportler müssen wir in der Lage sein, mit dieser Angst umzugehen, sonst wird sie unsere Leistung beeinträchtigen.

Es gab Zeiten, in denen ich wirklich schlecht gespielt habe, und wenn ich jetzt zurückblicke, lassen sich viele dieser schlechten Leistungen auf Ängstlichkeit zurückführen. Zu den Situationen, die uns nervös machen können, gehören:

  • Aufsteigen in eine höhere Stufe (z. B. in eine höhere Liga oder Leistungsklasse).
  • Vor einem Publikum zu spielen.
  • Spielen in einer neuen Umgebung (z. B. im Ausland oder an einem anderen unbekannten Ort).
  • Beim Spielen gefilmt werden.
  • Wenn von uns ein Sieg erwartet wird und wir unter Druck stehen.

Zum erfolgreichen Umgang mit Angst im Tischtennis gehört, dass man

  • akzeptiert, dass Angstgefühle zum Sport dazugehören,
  • lernt, leichte Angstgefühle als etwas Positives und nicht als etwas Negatives zu betrachten,
  • lernt, wie man Angstgefühle abbauen kann und
  • dass man versteht, wie man unter Druck/Stress/Angst Leistung bringt.

Hattest du schon einmal Spiele, in denen du fast keinen Ball getroffen hast? Topspins sind fast alle über den Tisch geflogen und Schupfbälle gingen alle ins Netz? Es ist sehr unwahrscheinlich, dass du gut erlernte Fähigkeiten tatsächlich vergessen hast. Stattdessen warst du wahrscheinlich nur überängstlich, weshalb du dein Können nicht im Spiel umsetzen konntest.

Hier sind ein paar Tipps, wie du mit deiner Angst beim Tischtennis umgehen kannst:

Keine Panik: Nicht alle Arten von Angst sind schlecht. Wenn du absolut keine Angst hast, wirst du wahrscheinlich Schwierigkeiten haben, dich zu fokussieren, zu konzentrieren und dein Bestes zu geben. Wenn du anfängst, dich ängstlich zu fühlen, gerate nicht in Panik. Sprich deine Ängste an, was auch immer sie sein mögen. Denke logisch und stelle dir Fragen wie „Was ist das Schlimmste, was passieren kann?“ Meistens ist es nur, ein Spiel zu verlieren, was wirklich nicht so schlimm ist. Wir verlieren immer wieder Spiele. Nimm dir etwas Zeit für dich selbst, um dich wieder auf die anstehende Aufgabe und die Leistung zu konzentrieren.

Nutze die Angst zu deinem Vorteil: Die Spitzensportler haben genauso viel Angst wie du. Schaue dich um. Die Nummer 1 der Rangliste steht unter großem Druck, um zu gewinnen, und ist wahrscheinlich etwas nervös. Die besten Spieler lernen jedoch, diese Angst als etwas Positives zu nutzen. Es ist wichtig, dass du anfängst, das Gefühl der Angst als ein Signal zu sehen, dass du den Wettbewerb ernst nimmst und bereit bist, Leistung zu bringen. Die Spitzensportler sind in der Lage, ihre Angst auf diese Weise positiv zu nutzen.

Entspanne dich: Wenn du dich besonders ängstlich fühlst, ist das Schlimmste, was du tun kannst, dich innerlich auffressen zu lassen. Entspanne stattdessen deinen Körper (mit einfachen Atemübungen und indem du deine Muskeln anspannst und wieder entspannst) und deinen Geist (denke an etwas Anderes oder unterhalte dich mit einem Freund über etwas, das nichts mit Tischtennis zu tun hat).

Bereite dich vor: In den Minuten, bevor du an den Tisch gehen musst, um zu spielen, kann sich die negative Angst wieder einschleichen. Nutze diese Zeit, um zu planen und strategisch über die andere Person nachzudenken. Konzentriere dich nicht auf dich selbst oder deine eigenen Gefühle. Wenn dein Geist mit Planung und Strategie beschäftigt ist, hat er keine Zeit, sich über das Verlieren Gedanken zu machen.

Weitere Tipps

Was braucht es, um mental stark zu werden? Denke an die größten Tischtennisspieler der Welt.

Suche dir einen Spieler deiner Wahl aus und versuchen, dessen mentale Stärke und die Art und Weise, wie er seinen Spielplan umsetzt, zu erfassen. Du wirst sehen, dass die meisten erfolgreichen/ikonenhaften Tischtennisspieler selbstbewusst sind, nicht denselben Fehler mehrmals machen und ihre Leistung ständig verbessern.

Verbesserung der kognitiven Verarbeitungsgeschwindigkeit: Tischtennis ist ein Spiel, das mit dem Verstand gespielt wird; die meiste Zeit ist es ein Kampf des Verstandes. Dein Gegner versucht, dich zu überlisten und manchmal einzuschüchtern.

Je besser du dies in einer bestimmten Situation erkennen kannst, desto seltener wirst du unangenehme Überraschungen erleben. Deshalb ist es wichtig, dass du die Gedanken deines Gegners im Voraus lesen kannst.

Ein guter Denker werden: Gute Tischtennisspieler sind auch gute Denker. Ihr Denken muss so gut sein, dass sie ihre Schlägerarbeit und ihre Vision in Zeit und Raum koordinieren können, während sie in einen intensiven Ballwechsel vertieft sind.

Genauso wichtig ist es, dass du deine Taktik im Spiel schnell ändern kannst, um dich auf verschiedene Gegner und Spielstile einstellen und umstellen zu können.

Ein sehr guter Spieler kann während eines einzigen Schlags blitzschnell von einer Taktik zur anderen wechseln, wenn sich die Situation ändert. Die besten Spieler können sich auch Hunderte von Mustern einprägen, von denen jedes seine eigene beste Gegenstrategie hat.

Das ist weit mehr als nur körperliches Können, sondern erfordert auch einiges an geistiger Leistung. Es ist deshalb hilfreich, wenn du dich auch abseits des Tischtennissports mit geistig herausfordernden Themen beschäftigst, um deine geistige Leistungsfähigkeit zu stärken.

Fazit

Viele Tischtennisspieler müssen sich den Herausforderungen der Tischtennis-Psychologie stellen. Die Aufgabe besteht darin, sich nicht in Druck und Nervosität zu verlieren, sondern die Kontrolle über die eigenen Aktionen zu behalten und das zu tun, was man schon tausendmal geübt hat.

Man muss mental stark sein, denn in Momenten des Drucks ist es viel einfacher, Fehler zu machen. Manchmal beginnt man das Spiel in dem Glauben, alles unter Kontrolle zu haben, und stellt sich nach dem ersten Ballwechsel selbst in Frage.

In diesem Leitfaden zur Tischtennis-Psychologie haben wir viele Informationen über die Spielpsychologie behandelt. Sie ist ein enorm wichtiger Teil der Verbesserung deines Spiels und sollte nicht unterschätzt werden.

Beachte, dass es einige bewährte psychologische Taktiken und Gedankenspiele gibt, die du in deinen Partien einsetzen kannst. Es wird einige Zeit dauern, bis du diese beherrschst, aber sie werden den entscheidenden Unterschied gegenüber einem Gegner ausmachen, der kein Verständnis oder Bewusstsein für das mentale Spiel hat.

Obwohl wir in diesem Leitfaden über eine Vielzahl von Themen gesprochen haben, von Praktiken bis hin zur Denkweise, ist eine der wichtigsten Erkenntnisse, dass man positiv bleiben und an seine Fähigkeiten glauben muss.

Das kann schwierig sein, wenn man Fehler macht oder ein Spiel verliert, aber versuche, eine gute mentale Einstellung zu bewahren, um nicht auszubrennen. In diesem Sinne hoffe ich, dass dir der Leitfaden gefallen hat und du etwas daraus lernen konntest.

Weitere Infos und Tipps findest du auch in unserem Artikel über die 10 Tipps zur Verbesserung der mentalen Stärke im Tischtennis.
Seit meiner Kindheit spiele ich leidenschaftlich Tischtennis im Verein. Als Spieler, Mannschaftsführer und Trainer konnte ich wertvolle Erfahrungen sammeln. Diese möchte ich an euch anhand von Tipps weitergeben.

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