Xiom Omega VII Pro Test 2023: Mörderischer Topspinbelag

Die Xiom Omega VII Belagreihe ist nach den Omega V und Omega IV die dritte Omega Belagreihe von Xiom. Die Reihe besteht aus 5 Belägen. Einer davon ist der Xiom Omega VII Pro. Doch wie spielt sich der Omega VII Pro? Das erfährst du in diesem Testbericht.

Überblick über den Xiom Omega VII Pro


FeatureDetails
MarkeXiom
ModellXiom Omega VII Pro
SpielstilOffensiv+
TypNoppen-Innen
Schwammhärtemedium-hard (47,5°)
Verfügbare Schwammstärken2,0 mm / max
Verfügbare Belagfarbenschwarz, rot

Vorteile

  • Aggressive Topspins
  • Gegentopspins
  • Für Plastikbälle optimiert
  • Geringes Gewicht

Nachteile

  • Passive Schläge
  • Nicht für Anfänger geeignet

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Material des Xiom Omega VII Pro

Der Omega VII Pro zeichnet sich durch eine eher mittlere Obergummihärte mit einem medium-harten 47,5° Schwamm aus. Optisch ähnelt der Schwamm des Pro dem des Euro, aber wenn man ihn zusammendrückt, wird die Härte deutlich. Das Gefühl ist sehr angenehm, bissig und knackig.

Spieleigenschaften des Xiom Omega VII Pro

Genau wie der Omega VII Euro ist der Pro sehr schnell. Er ist sogar noch ein bisschen schneller. Das macht ihn zum schnellsten Belag, den ich je getestet habe. Der Frischklebeeffekt ist auch beim Klang, Gefühl und der Geschwindigkeit sehr präsent. Flache Schläge waren spürbar schneller als beim Euro. Obwohl er nicht ganz so laut ist wie der Euro, hat der Pro immer noch einen schönen Klang, ist aber aufgrund des härteren Schwamms noch kraftvoller.

Der Ballabsprung bei diesem Belag ist mittel bis hoch. Er ist etwas niedriger als beim Euro, aber der Unterschied ist eher vernachlässigbar. Gefährlich ist der Belag, da die Bälle erst relativ spät runterfallen, was für die Gegner sehr unangenehm sein kann.

Die Mentalität, die hinter dem Pro steht, ist die gleiche wie beim Euro, vielleicht sogar noch ausgeprägter. Wenn man den Omega VII Pro benutzt, neigt dieser kraftvolle Belag nicht dazu, Bälle ins Netz zu spielen. Genau wie beim Euro schlage ich dagegen öfter über den Tisch hinaus.

Auch hier handelt es sich nicht um einen Kontrollbelag, aber ich denke, dass der etwas niedrigere Ballabsprung im Vergleich zum Euro ihm einen Hauch mehr Kontrolle verleiht, aber das ist wiederum relativ. In diesem Sinne ist der Pro noch mehr eine Rakete als der Euro.

Aufschlag

Der Aufschlag mit dem Pro ist ähnlich zu dem mit dem Euro. Es ist schwierig, die Aufschläge kurz zu halten, aber ich habe mit diesem Belag wahrscheinlich die besten langen Aufschläge meines Lebens gespielt. Es ist etwas gewöhnungsbedürftig, was nicht heißen soll, dass man nicht kurz aufschlagen kann, aber es erfordert ein gutes Ballgefühl und einen perfekten Balltreffpunkt.

Kurze Spiel

Das kurze Spiel scheint mit dem Pro ein bisschen besser zu sein als mit dem Euro. Die Härte des Pro scheint ihn etwas weniger katapulthaft zu machen. Er ist aber immer noch sehr sprunghaft und eignet sich nicht sehr gut für das kurze Spiel. Der VII Pro opfert viel von seinem Ballgefühl für eine enorme Steigerung der Geschwindigkeit.

Denke daran, dass der Omega VII nur beim Aufschlag Unterschnitt erzeugen soll. Nach dem Aufschlag soll er für den Rest des Ballwechsel nur noch Topspin-Bälle produzieren. Für Schupfduelle ist er nicht konzipiert.

Blocken

Das Blocken ist mit dem Pro für mich besonders schwierig. Pro ist ein harter Belag und ich finde härtere Beläge generell schwieriger zum Blocken. Die Bälle müssen früh, in einem sehr engen Winkel und mit lockeren Händen gespielt werden.

Ansonsten muss man damit rechnen, dass der Ball weit fliegt. Ähnlich wie beim Euro kommt es selten vor, dass flache Schläge ins Netz geblockt werden, so dass man sich in dieser Hinsicht etwas sicherer fühlen kann.

Kontern

Das Kontern ist mit dem Xiom Omega XII Pro spürbar besser als mit dem Euro. Mit dem Pro lassen sich Konterbälle sehr gut ausführen, aber man muss immer den höheren Ballabsprung kompensieren. Wenn man das aber schafft, können erfolgreiche Konterbälle der Tod für den Gegner sein.

Topspin und Gegentopspin

Wenn der Omega VII Euro beim Topspin herausragend ist, dann ist Omega VII Pro nahezu perfekt, wenn man die Fähigkeit hat, mit der Geschwindigkeit umzugehen. Beginnen wir mit dem Topspin gegen Unterschnitt.

Wenn ein Gegner dir einen langen und starken Unterschnittball zuspielt, wird dieser Belag ihn mit der doppelten Energie oder mehr zurückschicken, solange du dich voll auf den schlag einlässt und nicht zögerst oder mitten im Schlag abbrichst.

Ehrlich gesagt, selbst bei einem Schlag mit nur 75 Prozent Durchschlagskraft landet der Ball immer noch auf der anderen Seite des Tisches. Ich denke, der hohe Ballabsprung hilft hier. Bei richtigem Einsatz ist Unterschnitt praktisch kein Thema mehr.

Die eigentliche Stärke des Belags ist jedoch der Gegentopspin. Das ist der Haupteinsatzbereich der Omega VII-Beläge. Dieser Belag saugt die Energie des Gegners auf, nutzt sie für den eigenen Schlag und spuckt sie dann mit der gesamten Kraft auf den Gegner zurück.

Das Spielgefühl ist sehr angenehm und der Spin ist sehr hoch. Auch Seitschnitt-Topspins können eine gefährliche Waffe sein. Gegenloops aus allen Entfernungen bleiben schnell und kraftvoll.

Fazit

Der Xiom Omega VII Pro ist als reine Angriffswaffe konzipiert. Zu diesem Zweck ist er eine Atombombe. Für Offensivzwecke ist der Omega VII Pro meiner Meinung nach einer der beste Gegentopspin-Beläge.

Ich denke, es gibt bessere Beläge für das Kontern, das Topspinspiel gegen Unterschnitt, das Blocken und so ziemlich jeden anderen Schlag, aber wenn man auf mittlere bis weite Entfernungen spielt und den Ball mit erdrückender Kraft zurückschlagen muss, ist der Omega VII Pro die beste Belagswahl, um genau das zu tun.

Seit meiner Kindheit spiele ich leidenschaftlich Tischtennis im Verein. Als Spieler, Mannschaftsführer und Trainer konnte ich wertvolle Erfahrungen sammeln. Diese möchte ich an euch anhand von Tipps weitergeben.

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